Unsere
Gemeinde ist zum 1. Juli 1967 durch den damaligen Bischof von Münster, Joseph
Höffner, errichtet worden. Sie wurde gebildet aus Teilen der beiden anderen,
älteren Homberger Pfarreien St. Johannes und Liebfrauen. Damals war Homberg
noch eine eigenständige Stadt, heute ist Homberg Teil der Stadt Duisburg, liegt
am Niederrhein und zugleich am Rand des Ruhrgebietes. Unsere Gemeinde St. Peter
ist mit ihren 33 Jahren eine der jüngsten Gemeinden der Diözese Münster.
In den ersten acht Gemeindejahren hat eine hölzerne Übergangskirche den Menschen
Heimat geboten. Von 1975 bis 1977 wurde dann anstelle der Übergangskirche ein
modernes Pfarrzentrum mit integriertem Kirchenraum errichtet. Während des Baus
hat eine Zeltkirche als Übergangslösung gedient. Mit Blick auf unser Gemeindezentrum
sprechen wir auch von einer Mehrraumkirche: Durch Trennwände können wir das
Raumangebot unterschiedlich gestalten. Das Wort "Mehrraumkirche" ist für uns
aber auch ein Stück Programm, das wollen wir als Gemeinde immer wieder versuchen:
Den Menschen mehr Raum bieten, damit jeder einzelne Mensch - die Kinder, die
Jugendlichen und die Erwachsenen - ein Leben in Fülle leben kann.
In unserer Gemeinde arbeiteten folgende Pfarrer: Ludger Kleinhans von 1967 bis
1982, Dieter Trockel von 1982 bis 1993 und seit 1993 Ludger Funke.
Unsere Pfarrei umfaßt derzeit ca. 3500 Gemeindemitglieder. Die Altersstruktur
in unserer Gemeinde ist günstig: In den vergangenen Jahren konnten wir jeweils
45 bis 50 Kinder zur Erstkommunion führen.
Ein schlimmes Unglück hat unsere Gemeinde am 3.Mai 1999 heimgesucht: Durch die,
in Folge von Dacharbeiten, eingestürzte Decke des Mehrzweckraumes sind während
der nachmittäglichen Hausaufgabenhilfe zwei Jugendliche und zwei erwachsene
Betreuer getötet worden. Unsere Gemeinde wird weiterhin mit dem Schatten dieses
schlimmen Unglücks zu leben haben. Das Unglück hat uns gezeigt, dass wir unser
Leben nicht selber in den Händen halten. "Nur ein Hauch trennt Zeit von Ewigkeit."
Diesen Satz haben wir in den Monaten nach dem Unglück oft wiederholt. Er steht
auch auf der an der Wand des Pfarrzentrums angebrachten Gedenktafel.
Während des Wiederaufbaus haben wir in einer Zeltkirche auf der Wiese hinter
unserem Pfarrzentrum gelebt, gebetet und unsere Gottesdienste gefeiert. Am 19.
Februar 2000 sind wir wieder in unsere Kirche eingezogen.