Gottesdienste
am 1./2.12.’07, 1. Advent
Zum Einzug: Orgelspiel
Begrüßung: Funke:
Im Namen des Vaters...Die Gnade unseres Herrn...
Einführung: Gravendyk:
Der Advent, der mit dem heutigen Tag beginnt, ist eine Zeit, in der wir uns auf die Ankunft Jesu vorbereiten sollen. Wie es in unserem Inneren, in unserem Herzen aussieht, ist dabei wichtiger als die Frage nach Dekoration und Geschenken. Vielleicht ist es unsere wichtigste Aufgabe, aufmerksam und wach zu werden für das Wesentliche, für das, was die oftmals finstere Welt ein wenig lichter macht. Als Zeichen dafür wollen wir nun die erste Kerze am Adventskranz anzünden und singen dazu die erste Strophe des Liedes: „Wir sagen euch an den lieben Advent.“
Lied: Wir sagen
euch an...115,1
Kyrie: Gravendyk:
- Jesus, du bist unser Licht. Herr, erbarme dich.
- Du zeigst uns den Weg. Christus, erbarme dich.
- Du begleitest uns durch unser Leben. Herr, erbarme dich.
Tagesgebet:
Funke:
Guter Gott, von neuem machen wir uns auf den Weg, um uns auf deine Ankunft vorzubereiten. Mach uns offen, damit wir dich erkennen in den Menschen, die uns täglich begegnen. Komm uns entgegen, wenn uns der Weg zu schwer wird und uns endlos erscheint. So hilf uns, dir immer näher zu kommen und immer mehr verstehen zu lernen von der Hoffnung, die mit deinem Sohn Jesus geboren werden soll. Darum bitten wir dich heute und in Zukunft.
Lesung: V.: Jes 2,1-5
Zum Zwischengesang: O komm, o komm, Emanuel...902,1+2
Evangelium: Gravendyk:
Mt
24,37-44
Predigt:
Gravendyk
Fürbitten:
P.: Barmherziger Gott, im Vertrauen auf deine Nähe zu uns bitten wir dich:
V.:
- Lass uns aufmerksam werden, damit wir in dieser Zeit die Zeichen nicht übersehen, die uns auf dich hinweisen möchten.
- Hilf allen Menschen, die müde geworden sind, neue Kraft zu finden und wachsam zu bleiben.
- Lass in unserer Gemeinde St. Peter den Geist der Wachsamkeit und der Achtsamkeit die Antriebskraft sein, die unser Zusammenleben prägt.
- Hilf den Menschen, die ihre Hoffnungen verloren haben, dass sie in der Adventszeit wieder neu spüren können, dass du der Grund unserer Hoffnung bist.
- Öffne die Herzen der Jugendlichen unserer Gemeinde, die sich auf ihre Firmung vorbereiten, für deinen guten Geist.
P.: Gott, du bist uns Vater und Mutter. Bleibe bei uns und stärke uns, heute und an allen Tagen, die wir noch leben dürfen.
Zur Gabenbereitung: Wachet auf, ruft uns die Stimme...110,1+2
Gabengebet: Funke:
Gott, du bist ein Gott der Hoffnung. Unsere Zuversicht und unsere Erwartungen richten sich auf dich. Lass uns stark sein in unserem Glauben, dass du immer wieder zu uns kommst und mitten unter uns bist. Auch in den Zeichen von Brot und Wein bist du uns nahe. Lass sie für uns Zeichen deiner Verbundenheit mit uns Menschen sein. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Erlöser.
Zum Sanctus: Gloria sei dir gesungen...110,3
Zum Lamm Gottes: Kündet allen in der Not...106,1+2
Zur Kommunion: Orgelspiel
Nach der Kommunion: V.:
Der folgende Text stammt von Anton Rotzetter.:
„Mit der heilen Welt ist nichts!
Zu viel Tod, Schmerz, Angst und Weinen!
Und doch will jeder eine bessere Welt.
Und niemand ist, der nicht wartet auf den Tag,
da jede Träne abgewischt und alle Knechtschaft weggefegt wird,
da er innerlich zufrieden, glücklich, froh und frei leben kann,
da die ganze Welt voll Lachen ist und voll Licht.
Für Christen hat das alles einen Namen und ein Gesicht:
Jesus von Nazaret. Letztlich warten wir auf ihn.
Wir warten das ganze Jahr, besonders aber in der Zeit des Advents.
Wir haben diese Zeit nötig, weil wir uns verlieren könnten im Unwesentlichen, Oberflächlichen, Momentanen, in Hetze, Aktivismus und Zerstreuung.
Darum gehen wir von Zeit zu Zeit Wege, die nach innen führen
und zum Wesentlichen.
Wir folgen den Lockungen nach innen. Wir schaffen einen Raum der Besinnung.
Wir warten gemeinsam auf den Tag der Erlösung.“
Schlussgebet: Funke:
Menschenfreundlicher Gott, wir erwarten deine Ankunft und wissen doch nicht, zu welcher Zeit, an welchem Ort oder in welchem Menschen wir dich suchen und finden können. Lass uns offen und wachsam bleiben, damit du nicht unerkannt bleibst für uns. Hilf uns, mit wachen Augen nach den Zeichen zu suchen, die auf dich hindeuten und in denen wir dich finden können. Lass uns in Liebe einander begegnen, denn in jedem Menschen bist du verborgen. Hilf uns dabei, heute und in Zukunft.
Publikandum: Funke
Segen: Funke:
Gott segne uns und schenke uns langen Atem in dieser Zeit.
Er lasse uns Ruhe finden, die wir brauchen, um IHM zu begegnen, damit wir nicht vergeblich warten auf den, der kommen will.
Er lasse den Tau des Gerechten auf uns herabkommen, damit unsere Hoffnungen auf Gott wachsen und unser müder Glaube sich erfrischen kann.
Er schenke uns das Vertrauen, dass er wirklich kommt – zu uns: ER, der Vater, der Sohn....
Schlusslied: Tauet, Himmel, den Gerechten...901,1+2
Liebe Schwestern und Brüder!
„Alles Warten der Welt wird im Advent zum Kranz gewunden:
Das Warten
der Lasttragenden auf die Kraft, die ihnen weiterhilft.
Das Warten der Deprimierten
auf das Wort, das sie aufrichtet.
Das Warten
der Kranken auf Heilung und Gesundheit.
Das Warten der Sterbenden auf
Hilfe und Erlösung.
Das Warten
der Hungernden auf Reis und Wasser.
Das Warten der Arbeitslosen
auf Anstellung und Würde.
Das Warten
der Gefangenen auf Menschenrecht und Freiheit.
Das Warten der Flüchtlinge auf
ein Asyl unter Menschen.
Das Warten
der Jugend auf eine Zukunft ohne Waffen.
Das Warten der Kinder auf ein
Leben ohne Angst.
Alles
Warten der Welt wird im Advent zum Kranz gewunden,
der die Erde umarmt.“